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hier schreibt ein einfacher Berliner Basketball-Fan

Es war ein schönes Derby!

Es war gestern Abend ein schönes „S-Bahn Derby“ zwischen Alba und Bernau. Bernau war und ist der Tabellenletzte der ProB, hatte allerdings zwei Siege in Folge im Gepäck. Ihre Umstrukturierungen auf der Trainerposition und bei den Spielern hatte erste gute Auswirkungen. Damit war Bernau nicht mehr der ganz krasse Außenseiter in dem Spiel. Besonders weil auch Andreas Seiferth fehlte.

Ein Derby braucht Stimmung und dafür sorgten die Fans von Bernau. Das war ihr Heimspiel! Was ein Derby nicht braucht, sind Fans die Schiedsrichter auf(!) der Seitenlinie Beleidigungen ins Ohr brüllen. Das war ein unrühmlicher Aspekt bei dem Support der Bernauer. Außerdem weiß ich nicht wirklich, ob es hilfreich ist für das Team, wenn man von der ersten Minute jede Schiedsrichter lautstark kritisiert. Ich habe da meine Zweifel.
Das Spiel selbst war ein schnelles. Man merkte das Alba auf das Tempo drücken wollte. Das war dann wohl die Auswirkung vom Fehlen von Seiferth. Zum Glück war gestern wieder ein Tag, wo die Würfe am Anfang fielen. So konnte sich Alba schnell einen kleinen Vorsprung von 10 Punkte erarbeiten. Und dieses junge Team schaffte es fast das komplette Spiel über, den Vorsprung zu halten. Immer wenn Bernau mal zwei Würfe hintereinander traf, hatten sie die passende Antwort. Das war schon beeindruckend. Nur zu Beginn des dritten Viertel kam Bernau auf 2 Punkte ran. Aber sehr schnell fanden die jungen Albatrosse eine Antwort (Malte Ziegenhagen) und holten sich den Vorsprung wieder zurück. Und im vierten Viertel konnte man Bernau, fast schon leicht demütigen. Am Ende war es ein lockerer 93-77 “Auswärtssieg“ für Alba!

Bei Alba war es eine große Teamleistung, bei dem der ehemalige Bernauer Spieler Tobias Grauel (28 Pkt) herausstach. Seine Würfe fanden schon traumwandlerisch den Weg in den Korb. Ansonsten war es beeindruckend wie man ohne Seiferth trotzdem unter dem Korb gut dagegen hielt. Mit dem Trio Erik Müller, Friedrich Lotze und Joey Ney unter dem Korb zu bestehen, ist schon eine Leistung. Man sieht es nicht bei der Anzahl der Rebounds (25-42), aber sie verhinderten immer leichte Körbe unter dem Korb und forcierten so viele Fehlwürfe.

Bei Bernau fällt einfach auf, dass sie nicht werfen können. Ähnlich wie im Hinspiel, sind die Würfe teilweise so dermaßen weit weg, dass man da kaum von Pech sprechen kann. Selbst aus der Nahdistanz ging da einiges weit daneben. Auch in Sachen Ballhandling ist da bei einigen Spielern noch jede Menge Luft nach oben. Was bei Bernau für meinen Geschmack gestimmt hat, war der Kampf. Der auffälligste Spieler war Dreshawn Vance (27Pkt), der halt unter dem Korb gegen die ganz Jungen fighten durfte.

Mein Herz erobert hat allerdings Martin Bogdanov. Der 18 Jährige hat mich wieder beeindruckt. Mit seinen Dribblings kam er immer wieder schön in die Zone und legte dann super ab auf die Langen. So was sehe ich dem Alter sehr selten in Deutschland, besonders weil es bei ihm fast immer klappt und nicht nur bei jedem dritten Mal. Am Ende hatte er dann auch 6 Assists auf dem Konto. Defensiv ist da sicher noch „Entwicklungspotential“ ;-), aber bei „Wünsch dir was“ wäre er mein Wunsch als Playmaker bei Alba2 im nächsten Jahr.

Es war ein schönes Derby nicht nur wegen dem Sieg. Jetzt braucht Alba noch einen einzigen Sieg und der Klassenerhalt ist wohl geschafft. Das muss klappen, das muss klappen, das muss….

EDITH stellt überraschend fest das Bernau auch 7 Minuten vor Schluss auf 2 dran war. So kann der Eindruck täuschen, allerdings auch nur wenn man das ganz Spiel über die Anzeigentafel nicht sieht. 😉

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