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hier schreibt ein einfacher Berliner Basketball-Fan

Schon wieder ein Titel für Giffey! Und eine perfekte Story…

Noch so jung, aber Titel sammelt Niels Giffey doch schon einige. Mit Alba gewann er den Regionalliga Nord Titel (ganz wichtig :-)) und die NBBL Meisterschaft. Jetzt in den USA hat er das „Maui Invitational“ gewonnen und seit letzten Sonntag auch noch das „Big East Tournament“. Zumindest eine Titelallergie scheint er nicht zu haben. 😉

Nach der „normalen Saison“ gab es ein Turnier der Big East Conference. Dieses fand im Madison Square Garden statt. Kein so unschöner Ort um Basketball zu spielen. Bei diesem Turnier nahmen alle Teams aus der Big East Conference teil. Der Vorteil bei den Teams die vorne in der Tabelle der „normalen Saison“ waren ist, dass sie nur vier bzw. sogar nur drei Spiele spielen müssen um den Titel zu gewinnen. UConn als Zehnter musst allerdings schon am ersten Tag ran. Das heißt um den Titel zu gewinnen mussten sie fünf Spiele in fünf Tagen gewinnen. Und genau damit waren alle Fakten für die perfekte Story zusammen, denn noch nie hat ein Team so den Titel gewonnen. Was gibt es da schöneres, wenn ein Team etwas einmaliges schafft im Madison Square Garden und dann der Star (Kemba Walker) jenes Teams in der Bronx aufgewachsen ist? Ein Traum für Medien auf der ganzen Welt, aber besonders in den USA.

Angefangen hat es am Dienstag mit einem lockeren Sieg (97-71) gegen DePaul, dem schwächsten Team der Conference. Auch am zweiten Tag konnte man sich gegen die Nummer 8 in der Conference Georgetown mit 79-62 durchsetzen. Das war alles noch erwartbar. Dann ging es aber richtig los. Mit Pittsburgh ging es nicht nur gegen die Nummer Eins in der Conference, sondern sie waren auf Nummer eins im ganz Land gelistet. Also kein so schlechter Gegner. Für die perfekte Story war das Ende des Spiels natürlich perfekt. Es stand 74-74 und UConn hat den Ball. Also ab mit den Ball in die Hände des Stars Kemba Walker…

Kann es ein schöneres Ende geben? So sah man es im MSG.

Dann ging es im Halbfinale gegen Syracuse. Vor zwei Jahren gab es bei diesem Turnier ein Spiel mit 6 Verlängerungen und auch diesmal wollten UConn wenigsten eine weitere Verlängerung. So schaffte man es in den letzten 25 Sekunden eine 6 Punkte Führung zu verspielen und gab Syracuse sogar noch einen Wurf der zum Sieg hätte führen können. Aber da die Story perfekt war, gewann UConn am Ende nach einer Verlängerung mit 76-71.

Dann fehlt nur noch das Endspiel. Der Gegner war Louisville mit dem Trainer Rick Pitino. UConn legte stark los und führte schnell mit 12 Punkten. Aber dann musste der Star wegen 2 Fouls runter und Louiville kam wieder ran. Dann entstand ein knappes Spiel was erst am Ende entschieden wurde. Am Ende merkte man dann erstmals die fünf Spiele in fünf Tagen, besonders bei Kemba Walker. Der war da dann auch so stehend KO, dass er einen ganzen Angriff auf einen Fleck stand und sich wirklich gar nicht bewegte. Am Ende war der entscheidende Spielzeug eine Überraschung für alle. Kemba Walker zieht und er passt den Ball und macht es nicht selbst. Das war fast schon ein „Schock“ für alle 😉 Am Ende gewann UConn, die Story war perfekt und es wurde gefeiert.

Für Niels lief das Turnier recht ordentlich, jedenfalls wenn man bedenkt wie die Saison bisher lief. In den ersten drei Spielen  bekam er seine 6 bis 15 Minuten. Vor allem im Spiel gegen Pittsburgh muss es sehr gut gespielt haben. Die Stats waren fast eine komplette Nullnummer, aber die Defense muss sehr gut gewesen sein. Immerhin schrieb ein wichtiger Blog über UConn folgendes

But maybe Giffey has finally convinced Calhoun that, if he’s able to play for long stretches, he ultimate makes something good happen. He plays with energy, length, intelligence.

Ich sah nur die letzten beiden Spiele und dort bekam er nur Kurzzeiteinsätze. Dort wurde er sehr konsequent nur für die Defensive genutzt. Aber was soll es? Er hat im Madison Square Garden einen Titel gewonnen! Das ist schon etwas besonderes.

Jetzt geht es für UConn in den March Madness. Donnerstagnacht (Fr.0.20Uhr unserer Zeit)geht es los gegen Bucknell in Washington DC. Das ich wegen Basketball in den USA Nacht wach bin, hätte ich lange für unmöglich gehalten, aber am Freitag könnte es schon wieder so weit sein. Vielleicht sehe ich den Niels auch da wieder feiern und mit noch mehr Glück vielleicht auch spielen. 😉
EDITH hat die Spielzeit auf von 1.20Uhr auf 0.20Uhr geändert. Wer ahnt den schon, dass die Amis schon ihre Zeitumstellung  hinter sich haben.

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