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hier schreibt ein einfacher Berliner Basketball-Fan

Wie stark waren einzelne Ligen in Europa?

Ja ich leb noch… 😉

Die erste Runde in den 2,5 (Sorry FIBA Challenge ;-)) Wettbewerben ist jetzt komplett vorbei! Was bleibt aus deutscher Sicht? Alba, Oldenburg, Artland und Bonn sind Gruppenerster geworden! Toll! Alles toll, die BBL rockt Europa! Vielleicht aber auch nicht. Es bleibt auch, dass wieder kein BBL Klub in den Top16 der EL ist und zwei von drei EuroCup Teilnehmer schon draußen sind. Da ist toll, aber ganz anders. Zumindest für die zweitstärkste Liga in Europa…

Ich habe mir mal den Spaß gegönnt und geschaut, wie so die einzelnen großen Ligen nach der ersten Runde aussehen. Sehr viele sollte da eigentlich nicht vor der Nummer 2 und kommenden Nummer 1 sein. Sollte…

Also zumindest in den zwei großen Wettbewerben, gab es doch recht viele Ligen dessen Bilanz „etwas“ besser aussieht. Interessanter finde ich allerdings die Zusammenfassung von den zwei großen Wettbewerben bzw. von allen Drei zusammen.

Gerade bei den zwei großen Wettbewerben stehen viele Ligen in der Breite sehr gut da. Für Spanien sind die fünf Vereine die durchgekommen sind, fast schon ein schlechtes Ergebnis. Das alle türkischen Vereine weiter sind, ist eher eine Konsequenz des Geldes. Dort fühlt sich das Geld wohl und die Spieler folgen dem sehr gerne. Mal sehen ob es auch für die Top 8 in der Breite reicht. Aber der große „Big Player“ ist Russland. Dort kommt ein Land wohl wirklich gestärkt aus einer kleinen Krise zurück. Mittlerweile scheinen sie besser verstanden zu haben, wie man das Geld gut investiert und dann kommt jetzt halt auch eine gute eigene Jugend nach, die man dank hohen Quote einbinden muss und so auch etwas Konstanz im Team entsteht.

Ähnliches gilt für mich auch für Italien. Dessen graue bis schwarze Zeiten neigen sich dem Ende entgegen und es geht bergauf. Italien kommt und dies nicht nur durch Siena, sondern eher ganz breit. Auch in dieser Saison scheint wieder zwischen dem Platz in den Top 4 oder Platz 10 in der eigenen Liga nur drei oder vier Siege zu liegen. Dies aber auf einem Niveau, wo sich die drei Klubs für Top 16 in der EL qualifizieren und nicht kein Einziger. Ein Team wie Cantu wird um die Playoffs kämpfen müssen, ähnlich wie letztes Jahr der EL Top16 Teilnehmer Rom, der es damals nicht schaffte.

Vor dieser Saison war zu lesen, dass die BBL so stark ist wie noch nie und die BBL davon profitiert, dass Deutschland so solide wirtschaftet und die Liga halt boomt. Aber zumindest nach der ersten internationalen Runde kann man nicht wirklich einen Aufwärtstrend feststellen. Dort läuft es bestenfalls so wie immer. Wenn man die Entwicklung von Russland, der Türkei oder Italien sieht, sieht es vielleicht sogar schlechter aus…

Mal sehen wie es weiter geht. Alba hat sicher ordentliche Chancen auf Platz 2 in der Gruppe, aber entscheidend werden wohl die Spiele gegen Kuban. Und mal sehen was die drei Teams im halben Spaß Wettbewerb so erreichen. Mindestens zwei von den drei Teams sollte eigentlich eine Runde weiterkommen.

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4 Antworten zu “Wie stark waren einzelne Ligen in Europa?

  1. gruebler 31. Dezember 2011 um 13:24

    Gute, kritische Darstellung. Es ist leider seit Jahren die gleiche Litanei. Vor ein paar Jahren waren sogar – alles zusammen betrachtet – die Belgier besser. Die BBL schickt 8 Teams nach Europa und nur vier kommen durch, zwei blamieren sich nach Strich und Faden und anderen fehlt die Härte. Dabei vernachlässigst du noch, dass den obigen Resultaten die eine oder andere Quali vorausgegangen ist, die leider auch nicht erfolgreich war.

    Der Widerspruch zwischen Anspruch und gezählter Wirklichkeit ist krass. In den letzten Jahren haben wir – z.B. bei der Debatte um einen zweiten EL-Startplatz oder eine feste A- oder B-Lizenz immer wieder sehen müssen, dass die BBL in den europäischen Resultaten nicht zu den Top-Ligen gehört. In deiner Darstellung fehlt noch die Adria-League und die Baltic BBL…

    Aber: Wenn wir jetzt unter den Top10 sind, ist es schon ein Fortschritt. 2009 waren wir noch Elfter: http://gruebelei.de/2009/04/24/deutschland-ist-elfter/

    • diodiodiodio 1. Januar 2012 um 23:41

      4 von 8 klingt ja im Prinzip noch viel besser als es tatsächlich ist. Drei von den vieren waren in der ziemlich bedeutungslosen dritten Liga aktiv. Das kann nun wirklich nicht der Anspruch sein, wenn man auf dem Weg zur Top-Liga Europas sein will.

  2. Schnorri 31. Dezember 2011 um 14:00

    Ob man den Erfolg oder Mißerfolg der BBL in Europa nach so einfachen Kriterien wie „wieviele sind weitergekommen“ aufschlüsseln kann, wage ich zu bezweifeln.

    Gerade in den Wettbewerbs(elementen), in denen eine generell hohe Ausscheidungsquote herrscht (EL-Qualifikation 2 aus 16/ Eurocup-Vorrunde scheiden zwei von vier Vertretern ab/ ECHa ebenfalls) sollte man auch die ausgelosten Gruppen zusätzlich in Betracht ziehen.
    Auch in der EL-Hauptrunde gab es ja bspw. doch Gruppen, die sehr eng beieinander gelegen haben und andere, die schon nach der Hinrunde entschieden waren. Mit etwas mehr Losglück hätte man sich auch da ggf. behaupten können.

    Aber der wesentliche Unterschied zwischen der BBL und der Konkurrenz besteht doch darin, dass in sehr vielen Ligen die Nummer 1 seit Jahr und Tag feststeht und diese Reihenfolge in den Ländern/Ligen von niemandem angegriffen wird.
    Während Teams wie Laibach oder Makkabi oder andere aus der Zweiten Reihe des Ex-Ostblocks seit Jahren immer an der Topposition der heimatlichen Liga stehen, gibt es in der BBL einen harten Konkurrenzkampf um die Spitze, welcher dazu führt, dass jedes Jahr jedes Top-Team mit neuem Einsatz die BBL bestimmen will, während Makkabi oder Laibach oder Lukoil sich keine Gedanken darum machen müssen, ob ihnen aus der eigenen Heimat ernste dauerhafte Konkurrenz erwächst.
    Italien und Griechenland schicken eh immer nur ihre vier Topkandidaten, während man in der BBL jeden schickt, der auch will oder darf. Und von acht Teilnehmern mehr als die Hälfte weiter zu bringen, das schaffen eh nur die Top3 des Kontinents. Die anderen schicken gar nicht so viele und können viel weniger enttäuscht werden.
    Zudem haben sich ja manche Wettbewerber mit NBA-Spielern kurzfristig „dopen“ können in diesem Jahr.

    Das ganze kostet der BBL im ganzen Kraft und Potentialen Europa. Gleichzeitig bringt es der Liga Spannung und Zuschauer daheim.
    Da Europa im Bewusstsein der breiten Zuschauermasse in D eh nicht so recht ankommen will, auch wenn die Zuschauerzahlen im Gegensatz zu Griechenland und Konsorten ja extrem groß sind, ist es auch recht unwichtig, ob man aktuell nun 7., 9. oder 11. in Europas Wettbewerben ist.
    Nicht der aktuelle Stand ist wichtig, sondern wohin man will, und ob die dazu erwählten Maßnahmen Erfolg zeigen (können).

    PS

    Und im Eurocup gab es da ja noch den Spezialfall Wildcard für den Aufsteiger München, welcher sonst wohl nirgends in Europa eine Parallele finden dürfte.

  3. Pingback: Notes 31-12-2011 at BLOG.IN THE GAME

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