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hier schreibt ein einfacher Berliner Basketball-Fan

Ist Lucca Staiger in der ProB angekommen? Alba2 ist zurück!

Achtung, dieser Artikel kann Spuren (homöopathische Dosis ) von ernst gemeinten Lob für Lucca Staiger enthalten! Zu Risiken und Nebenwirkungen kann ich nichts sagen, aber im Zweifel Augen zu und durch…

Das Spiel gegen Rasta Vechta war für Lucca Staiger kein ganz normales. Es war sein drittes ProB Spiel in Folge und jetzt hat er in dieser Saison mehr ProB Minuten als BBL Minuten. Viele Nationalspieler können das nicht von sich behaupten und auch Wurfquoten von 36% in der dritten Liga sind jetzt auch nicht so üblich. 😉 Aber trotzdem sehe ich Licht am Ende des Tunnels von Lucca Staiger. In den letzten zwei Heimspielen gegen Bernau und Vechta gab es eine neue Dimension in seinem Spiel. Die Dimension, einfach nur im Sinne der Mannschaft zu spielen und es nicht zwingen zu wollen! Er nimmt endlich nicht mehr jeden halbwegs freien Wurf und kommt auch damit klar, wenn er in einem Angriff mal gar keine Rolle spielt. So „passiv“ habe ich ihn bisher noch nie erlebt, aber so sehr hat er dem ProB Team, meiner Meinung nach, noch nie geholfen wie jetzt. Und ich glaube, damit kann er auch sich selbst helfen. Denn genau so eine „Rolle“ müsste er auch bei Alba1 gut ausfüllen, wenn er auch dort Chancen auf mehr Einsatzzeit haben will, wenn mal keiner verletzt ist.

Offensiv muss er jetzt noch seine weniger werden guten Chancen, allerdings etwas hochprozentiger abschließen. Der angeblich so unglaublich gute Schützte, trifft mir da selbst freie Würfe in der ProB nicht wirklich hochprozentig genug. Im Dribbling kommt er schon ganz ordentlich an dem ein oder anderen ProB Spieler vorbei. Den Vorteil nutzte er allerdings zu Gunsten seiner neuen Passivität nicht vollkommen perfekt aus, aber dadurch schafft er halt doch immer wieder Räume für die Anderen. Wenn er „Pick and Roll“ mit seinen Mitspielern spielt, bekomme ich immer wieder feuchte Hände wenn er passt. Man ahnt, dass es mich nicht vollkommen überzeugt. 😉 Defensiv kommen zumindest ProB Spieler nicht mehr so leicht vorbei wie noch im letzten Jahr. Da hat er sich schon verbessert, auch wenn man das nicht ganz gut sehen kann, weil Alba2 doch recht viele Zone spielt.

Ich werde bestimmt keinen Lucca Staiger Fanklub mehr gründen, aber zumindest habe ich die Hoffnung, dass von seinen 2,5 Jahren bei Alba im Sommer, immerhin ein Punkt bleibt. Ich hoffe das man sagen kann, dass er dem ProB Team wirklich geholfen hat in der dritten Liga zu bleiben. Das wäre dann doch zumindest schon mal etwas.

Für Alba2 gab es einen großen Aufwärtstrend seit dem Heimdebakel gegen Herten. Danach wurde in Stahnsdorf angefangen zu kämpfen, in Leverkusen gab es eine knappe Niederlage, gegen Bernau einen Sieg gegen ein erwartet schwachen Gegner und dann gestern gegen Vechta der erste große Überraschungssieg der Saison. Der große Unterschied zu den Spielen davor, scheint die Defense! In allen vier Spielen hat man deutlich unter 80 Punkte kassiert und zweimal sogar unter 70 Punkte. Wir reden hier über Alba2, jene die vorher dem Gegner regelmäßig ungefähr 90 Punkte plus X „geschenkt“ haben. Diese Entdeckung der Defensive macht mir Mut für die Playdowns, aber ich musste auch lange genug drauf warten. 😉

Individuell war in den letzten beiden Heimspielen Joey Ney „on fire“. Er hatte zwei ganz große Stärken. Er ging mit wirklich allen was er hat da hin wo es weh tut und sammelte dadurch auch sehr viele Rebounds. Dieser Einsatz sieht schon sehr „nett“ aus. Und die zweite große Stärke war der Zug zum Korb. Da sieht er mittlerweile fast schon elegant aus und ist verdammt effektiv. Die Verbesserungen in Sachen Athletik sind deutlich sichtbar und helfen ihm, zumindest auf ProB Niveau. Gegen Vechta war er am Ende so heiß, dass er mit viel Selbstvertrauen sogar zwei wild aussehende Drehsprungwürfe getroffen hat.

Auch besonders gut drauf ist aktuell noch Darren Stackhouse (16 Punkte und 7 Rebounds in den letzten vier Spielen) und Sebastian Fülle (fast 15 Punkte im Schnitt in den letzten 5). Besonders Fülle ist wichtig für das Team, weil er einer der Wenigen ist, der konstant Gefahr von Außen ausstrahlt. Sein Start in die Saison war eher durchwachsen, aber spätestens seit der Verletzung von Tobias Grauel muss/darf er mehr Verantwortung übernehmen und mit der Verantwortung wird er besser. Kein wirklich neues Phänomen bei ihm…

Jetzt (stand Sonntag morgen) liegt Alba ein Sieg hinter Leverkusen. Leverkusen zu überholen würde bedeuten, dass man das Heimrecht in den Playdowns hätte. Dieser eine Sieg wird aber sehr schwer aufzuholen sein. Alba2 muss noch nach Dorsten („Alba1“ zeitgleich in Göttingen), Wedel („Alba1“ zeitgleich im Pokal), in Braunschweig („Alba1“ zeitgleich in Lubu) und zu Hause gegen Schwelm. Man wird wohl fast alle restlichen Saisonspiele ohne Staiger spielen müssen und vielleicht sogar ohne Ney. Damit werden Siege sicher nicht wahrscheinlicher. Außerdem hat Leverkusen auch noch ein „frei Spiel“ in Bernau. Damit wird es verdammt schwer Leverksuen noch einzuholen.

Der Gegner in den Playdonws wird wohl Frankfurt oder Weißenhorn. Aktuell sieht es nach Frankfurt als Gegner aus, wenn Alba Leverkusen nicht noch überholt. Aber der Spielplan für Weißenhorn sieht für mich so aus, dass sie durchaus noch vorbeikommen können an Frankfurt. Heute Nachmittag wird man da schon deutlich schlauer sein. Aber egal ob es das Farmteam aus Ulm oder aus Frankfurt wird, einfach wird es nicht. Beide Teams haben starke Amis, beide haben talentierte junge Spieler (Danilo Barthel,Falko Theilig vs Femi Oladipo, Wenzl Zwillinge) und beide Teams haben gute Center haben. Das heißt beide sind nicht wirklich einfach. Bei Frankfurt schwebt zusätzlich noch Tim Ohlbrecht über allem. Wenn er für Frankfurt spielen würde, wäre das nicht so gut für Alba2…

Aber wenn Alba2 sich weiterhin so gut entwickelt (wie in den letzten vier Wochen) und die Defensive noch besser wird, dann ist der Nichtabstieg möglich! Spannung ist in den Playdowns garantiert.
Update (Sonntagabend): Jetzt hat Leverkusen gewonnen und auch der Süden hat so gespielt, das alles recht deutlich wird. An einem Duell „Frankfurt2 – Alba2 „gibt es kaum noch ein vorbeikommen. Immer wieder Frankfurt! Katzurin, Wood, Herbert…

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