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hier schreibt ein einfacher Berliner Basketball-Fan

U14 und U16 Berliner Meisterschaften plus Alba-TusLi (JBBL)

Ich habe am Sonntag das Spiel um Platz 3 (U14), die erste Halbzeit vom Finale (U14) sowie eine Halbzeit vom U16 Finale und das JBBL Spiel gesehen. Plus einige wenige Minuten vom U16 Spiel um Platz 3.

U14 Berliner Meisterschaft

Im letzten Jahr waren zwei U14 Teams für das Berliner Endturnier gesetzt (TusLi und Stahnsdorf), weil sie zu gut waren und sich eher in älteren Altersklassen Gegner suchen sollten. In diesem Jahr ist kein Team gesetzt gewesen. War kein Team so überragend? Jein! In diesem Jahr war TusLi auch deutlich besser als der Rest in dem Alter, aber dann doch noch deutlich unter dem Niveau der zwei Topteams im letzten Jahr, jedenfalls für mich.

TusLi war körperlich noch nicht so stark wie im letzten Jahr. Da ist der Unterschied zur JBBL noch deutlich größer als im letzten Jahr. Aber daran kann man ja noch arbeiten und wachsen werden sie wohl auch noch. 😉 Sie wirkten dieses Jahr auch von den Grundfertigkeiten auf mich stärker als der Rest (im letzten hat mir Stahnsdorf besser gefallen). Grundsätzlich tue ich mich schwer TusLi so richtig einzuschätzen, weil sie keinen Gegner hatten, aber trotzdem dürfte es für dieses Team deutlich schwerer werden bei den norddeutschen Meisterschaften erfolgreich zu sein. Die Zwischenrunde (Top 8 in Deutschland) wird nicht einfach zu erreichen sein.

Bei dem Rest wirkten Alba und Stahnsdorf für mich wie auf einem Level. Alba verlor das Finale gegen TusLi mit 99-55 deutlich und in der Halbzeit, wo ich sie sah, wirkten sie sogar noch etwas schwächer. Aber trotzdem würde ich sagen, dass dieser Jahrgang etwas stärker ist als der letztjährige Jahrgang beim Berliner Endturnier. Von den letzten Teilnehmern hat es dann faktisch keiner in das JBBL Team als jüngerer Spieler geschafft. Aus dem diesjährigen Team könnten schon ein oder zwei Spieler bereits im nächsten Jahr einige Spielzeit in der JBBL bekommen. Wobei bei dem „Einen“ der Kopf besser werden muss. Es kann nicht sein, dass man aus Frust schon nach 10 Minuten nur flucht und meckert und so komplett jegliches Spiel einstellt. Und das die Trainer das scheinbar ignorieren, lässt mich die Stirn noch mehr runzeln. Ich bin gespannt, ob sich Alba bei den ostdeutschen Meisterschaften locker durchsetzen kann. Alles andere als ein weiterkommen wäre eine kleine Sensation, aber zumindest ein „knappes“ Spiel (unter +20) gegen die nicht Berliner Konkurrenz aus Sachsen-Anhalt oder Brandenburg sollte man nicht ausschließen. Bei den norddeutschen Meisterschaften wird die Saison wohl enden.

Bei Stahnsdorf waren am auffälligsten die beiden langen unter dem Korb (über 1.90m), wobei mir einer von beiden sogar technisch schon gut gefiel. Schon allein wegen diesen beiden gewann sie locker das Spiel um Platz 3 gegen den DBV Charlottenburg. Ich hätte sie gerne im Duell gegen Alba gesehen, aber leider mussten sie halt im Halbfinale gegen TusLi ran. Anhand der Leistungen am Sonntag hätte ich eher Stahnsdorf als knappen Favoriten gesehen.

Beim DBV war ein Spieler richtig stark und der Rest hat sicher noch Potential. Aber  gegen Stahnsdorf waren sie chancenlos. Aber nur knapp gegen Alba im Halbfinale zu verlieren, war am Samstag bestimmt kein so schlechtes Ergebnis für sie.

U16 Berliner Meisterschaft

Das Turnier gewährte vielleicht einen kleinen Einblick auf die JBBL im nächsten Jahr. Alba und TusLi spielten mit einer U-15 Truppe und Stahnsdorf verstärkte das Team mit einigen aktuellen U16 JBBL Spielern.

Stahnsdorf gewann ganz knapp gegen TusLi im Finale. Alba wurde in dem Turnier nur Vierter und sie verloren im Halbfinale gegen TusLi mit 30 Punkten. Im Spiel um Platz 3 mussten sie sich sogar Spandau geschlagen geben. Einem U16 Team ohne JBBL Spielern. Allerdings fehlten bei Alba in dem Turnier alle drei JBBL Spieler, die jetzt schon dort spielen und auch noch U15 sind. Aber trotzdem lässt sich erahnen, dass zumindest TusLi wohl auch im nächsten Jahr wieder die Nummer 1 in Berlin sein wird in der JBBL. Es sei denn Alba laufen einige Spieler „per Zufall“ zu…

JBBL Alba-TusLi

Ein sehr merkwürdiges Spiel. Alba hat die ersten Minuten fünf Minuten gut begonnen und war dann zehn Minuten lang chancenlos. Allerdings kam TusLi nicht weiter weg als 10 Punkte (geschätzt). Ich kann mir nicht erklären, warum TusLi es nicht schaffte, aber es war so. Und dann hatte Alba auf einmal weitere fünf „glorreiche Minuten“, wo sie von diesen ca. 10 Punkten Rückstand auf einmal sogar in Führung gingen. Zur Halbzeit stand es 35-35, aber wirklich verstehen, warum Alba noch dran war, konnte ich nicht. Gefühlt hätte da TusLi schon mit +10 führen müssen (nicht können).

In Halbzeit 2 hatte Alba dann keine „glorreichen Minuten“ mehr bzw. TusLi spielte konsequent zu Ende. Zum Schluss stand es 88-64 für TusLi und dies mehr als verdient. TusLi ist einfach unheimlich tief und kann über 40 Minuten powern. Sollte ich TusLi nicht in Hagen wiedersehen, würde mich das sehr überraschen.

Bezeichnend für die Leistung von Alba ist der Kommentar vom Trainer.

Drei Wochen vor den Playoffs erwarte ich mir deutlich mehr Bereitschaft, Anweisungen umzusetzen und deutlich mehr Leidenschaft, sich defensiv nicht derart verwundbar zu zeigen.

Höre ich da etwas Kritik raus? 😉

Ein wenig Licht bringt aber Malik Eichler rein. Die Entwicklung vom über 2.00m großen Centers (gelistet mit 2.03m) ist richtig gut. Der noch 14 Jährige hat noch ein Jahr JBBL vor sich, hat sich aber im Laufe der Saison am ein Jahr älteren Tyrekidis vorbei gearbeitet. Das Gewicht auf den Rippen muss man zwar noch suchen, aber er hat jetzt schon einen ordentlichen Wurf und sogar Center Moves waren schon zu entdecken. Dessen Entwicklung macht Spaß und wer weiß wie sehr er noch wächst.

Das Alba in den Playoffs die nächste Runde übersteht kann ich mir kaum vorstellen.

Berichte vom Turnier:
Alba: JBBL Spiel
Alba: Berliner Meisterschaft Tag 1
Alba: Berliner Meisterschaft Tag 2
Stahnsdorf: U16 Meister
TusLi

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2 Antworten zu “U14 und U16 Berliner Meisterschaften plus Alba-TusLi (JBBL)

  1. Peter Günschel 31. März 2012 um 11:16

    Man sollte TusLi da nicht zu hoch feiern.
    Sicherlich haben die auf Grund der super Mini-Arbeit von Marina Zöllner immer starke Jahrgänge.
    Aber wenn man z.B. die jetztige U14 Meistermannschaft nimmt, sind ja 2 der wichtigen Spieler vor der Saison hingewechselt. Levent Yer kam von ALBA, Lukas Skibbe von Hermsdorf. Vor diesen Wechseln dah das Kräfteverhältnis anders aus, da war TuSLi nur dritter in Berlin.
    Auch bei den 97ern kam ein Marvin – der jetzt der dominante Spieler ist – von BBS.

    So richtig viel Talent schwirrte da leider nicht rum bei der U14 Meisterschaft, da war die Meisterschaft im Jahr davor deutlich besser besetzt.

    Zur U16 Meisterschaft: So lange da nicht alle voll antreten, jat diese Meisterschaft keine Aussagekraft. Das ist willkürlich. ALBA schickt gar keine JBBLer, TuSLi nur die 97er, Stahnsdorf auch 96. TuSLi ist die stärkste 96er Mannschaft, dass sieht man in der JBBL.

  2. af4e 31. März 2012 um 12:24

    Zu hoch feiern muss man TusLi nicht, aber trotzdem haben sie gewonnen. 😉

    Ich persönlich habe schon Zweifel, dass TusLi selbst ohne zwei jetzt wirklich schlechter wäre als ein oder gar zwei Teams. Dafür wirkte mir der Unterschied doch zu groß. Aber klar Alba mit einem Spieler mehr und dem Kapitän der gefehlt hat, könnte schon noch zu legen.

    Die U16 Meisterschaft hat keine Aussagekraft (volle Zustimmung) und trotzdem lässt sich ahand des Turnier etwas leichter spekulieren. Und meine Spekulation bleibt, das im nächsten Jahr TusLi wieder die Nummer 1 in Berlin in der JBBL sein wird. 😉

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