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hier schreibt ein einfacher Berliner Basketball-Fan

NBBL und JBBL Qualifikation

Die einen feiern Vizemeisterschaften in Brose und andere schauen sich Spiele mit einer Differenz von über 100 Punkten an. Es muss halt auch Verrückte bzw. Deppen geben. 😀

Am letzten Wochenende fand eine JBBL und eine NBBL Qualifikationsrunde in Berlin statt. Jedenfalls dann, wenn man Zehlendorf zu Berlin zählt. Ich persönlich habe doch manchmal Probleme, die grünen Randbezirke zu Berlin zu zählen. Ich bin dann doch mehr ein „Berlin City Kind“. 😉

Also bei der JBBL Qualifikation am Samstag spielten nur 2 Teams mit, weil Osnabrück kurzfristig zurückgezogen hat. So gab es nur das Spiel TuS Lichterfelde gegen Berlin Basketball Süd um den direkten Aufstieg. Obwohl, ein richtiges Spiel war es eigentlich nicht. Bei 143-23 kann man davon eigentlich nicht mehr sprechen. Da muss man sich bei BBS schon die Fragen gefallen lassen, warum man sich für die Qualifikation angemeldet hat. Ich weiß nicht ob die Anmeldung auch Geld kostet, aber zumindest wird sie jede Menge Zeit kosten, die man besser hätte investieren können. So taten einem die Spieler und die Fans schon etwas Leid. Apropos Fans, rund 250 Zuschauer schauten sich das Spiel an. Das ist für Berliner Verhältnisse schon sehr ordentlich. Nicht jedes Pro Spiel von Alba2 hatte solche Werte.

Das Spiel selbst habe ich mir nicht wegen dem Spiel angeschaut. Ich rechnete schon vorher mit einer Klatsche, wenn auch vielleicht nur mit 60 Punkten Unterschied. Aber ich wollte einfach mal sehen, was TusLi so mit Blick auf die nächste JBBL Saison zu bieten hat. Und zumindest um den Abstieg wird TusLi im nächsten Jahr sehr sicher nicht spielen. Sie haben viele Spieler zwischen 1.80m und 1.90m, von denen viele wissen, wo der Schlüssel zum Kraftraum ist. Da kann man nicht meckern. Der Kader ist sehr tief, was halt auch an den vielen guten jungen 97ern liegt. Da werden bestimmt 8 oder 9 Spieler konsequent durchgewechselt werden und jeweils wird das Niveau recht weit oben bleiben. Das können nicht viele JBBL Teams. Für den ganz großen Erfolg im nächsten Jahr fehlt vielleicht der ein oder andere 2.00 +X Spieler. Aber es könnte ja auch große Wachstumssprünge im Sommer geben. 😀 Außerdem fehlt eventuell auch ein Ausnahmetalent für deutsche Verhältnisse im 96er Jahrgang. So oder so würde ich mit TusLi in den Playoffs rechnen.

Für die NBBL Qualifikation am Sonntag wurde mir aus fachkundigen Munde etwas mehr Spannung für das Spiel zwischen Hamburg und BBS versprochen. Und ich sage mal so, 40 Punkte Differenz ist doch spannender als 120 Punkte. 😀 😉 Und trotzdem war Hamburg halt doch die klare Nummer 1 in dem Turnier. Es war schon ganz interessant mal Talente wie den JBBL MVP Ismet Akinpar, Jamo Ruppert oder Jannis Stielow (nur im ersten Spiel) live zusehen. Die Hamburg Pirates werden im nächsten Jahr viel Potential im Kader haben und die NBBL Qualifikation sollte nicht das Problem sein. Sie haben viele Talente auf den Positionen 1 bis 3 und verfügen über Masse auf der Position 5. So ein wenig das klassische Paderborn Modell. 😉 Die Piraten werden eine Verstärkung für die NBBL sein und um die Playoffs mitkämpfen, allerdings wird Bramfeld sicherlich darunter leiden. Da werden wohl einige Spieler wie Jamo Ruppert wieder den Weg zurück zu den Piraten gehen.

Am Ende des Turniers wurden die Hamburg Pirates ganz locker Erster vor Berlin Basketball Süd und dem dritten sieglosen Teilnehmer Hermsdorf. Damit sind Hamburg und BBS in zweiten und entscheidenden Runde.

Ich persönlich habe mir dann das letzte Viertel des Spiels des Tages geschenkt und habe so dann noch etwas von der Vizemeister Luft am Ostbahnhof abbekommen oder was das nur eine Alkoholfahne?  😀 Da jetzt endgültig die Offseason begonnen hat und man über die unteren und Jugendligen nicht so viel mitbekommt, ist jetzt die Zeit gekommen um genauer zuschauen, was die großen Albatrosse so alles machen. Die ein oder andere interessante Entscheidung könnte da durchaus anstehen… 😉

Sonstiges:
Über Refs kann auch ich gerne meckern und daher will ich auch mal loben. Beim Spiel Hamburg gegen Hermsdorf drohte besonders Einer und auch andere Hermsdorfer Spieler zu überhitzen (aus Frust?) und haben recht deutlich viele Entscheidungen der Schiedsrichter nicht so akzeptieren wollen. Ein T hat nicht wirklich Ruhe gebracht und das Spiel drohte wirklich unschön zu werden. Statt aber noch ein weiteres T zu vergeben (und sicher für weitere Unzufriedenheit zu sorgen) hatte die Schiedsrichterin Susanne Winking ein klare und deutliche Ansage gemacht und danach wurde es wirklich ruhiger. Das war für mich genau das richtige Zeichen zum richtigen Augenblick! Solche Softskills sind für mich fast wichtiger als dass man immer alles richtig sieht. Nicht nur im Jugendbereich…

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